Wo stehen wir im März 2017?

Auch wenn es länger dauert, es geht voran. VAZ vom 23.März 2017

Die Realisierung der Machbarkeitsstudie für die Sanierung des Blender Sees wurde an das Hamburger Fachinstitut Bioplan beauftragt und im März 2017 begonnen. Ratsmitglieder begleiten die Firma Bioplan bei der Umsetzung der Machbarkeitsstudie.  Die IG Blender See ist durch den Ratsherrn Dieter Tank vertreten. Am 27. April 2017 will die Firma Bioplan anlässlich der Ratssitzung die Vorgehensweise vorstellen.

Rückblick

Nach dem großen Fischsterben 2015 im Blender See beschließt der Gemeinderat Blender in seiner Ratssitzung vom 16. Juli 2015 die Gründung eines Arbeitskreises zur möglichst vollständigen Sanierung des Blender Sees. Als Mitglieder sollen teilnehmen: Vertreter des Gemeinderats, der Verwaltung (Gemeindedirektor und eine Sachbearbeiter), der IG Blender See, des LK Verden, des NLWKN, des Fischereivereins, der Miteigentümer Blender See. Der Arbeitskreis tagt erst- und letztmalig im September 2015, legt erste abzuarbeitende Schritte fest, und vertagt sich. Eine weitere Einladung findet nicht statt.

Anfang 2016 wird von der Gemeinde Blender an das NLWKN ein Antrag auf Förderung einer Machbarkeitsstudie zur Sanierung des Blender Sees  gestellt, die  durch Landesmittel  finanziert und durch das Hamburger Fachinstitut Bioplan durchgeführt werden soll. Die Finanzierung der Studie durch das NLWN wurde im Herbst 2016 zugesagt.

Hier standen wir im April 2015

Nach fast 3 Jahren Arbeit warten wir auf Entscheidungen. Die Luft bei der IG Blender See ist langsam raus, weil wir nichts mehr substanziell beitragen können. Wir warten auf Entscheidungen des Gemeinderat Blender, der durch Beschlüsse erklären muss, ob und wie er das Projekt „Sanierung Blender See“ durchführen will, und entsprechende Geldmittel zur Verfügung stellen.

15 Monate Analysen über die Wasserqualität, und  Bodenprofiluntersuchungen mit weit über 100 Messpunken an unterschiedlichsten Stellen des Blender Sees wurden bis zum Frühjahr 2014 von den Mitgliedern der IG Blender See ehrenamtlich durchgeführt.

Unsere Strategie zur Seegesundung haben wir im April 2014 der Verwaltung und dem Gemeinderat Blender vorgestellt: Strategiepapier Blender See. Der Sanierungsvorschlag stützt sich auf Analysen und Informationen, die in den 15 Monaten gesammelt wurden.

Die wichtigsten Punkte:

  • Der See braucht idealerweise ständigen Zufluss mit Wasser, das
    geringer belastet ist als das Seewasser selbst. Die Zuläufe aus den
    Feldern eignen sich dafür. Sie müssen nur zum See geleitet
    werden.
  • Der mobile Schlamm muss aus dem See, um die Selbstdüngung zu
    reduzieren. Idealerweise geschieht dies automatisch, wenn genug
    Durchfluss gegeben ist.
  • Die Anlieger und Bürger müssen verstehen, was gut und was
    schlecht für das Wasser im See ist, und welche Konsequenzen es
    für die Wasserqualität gibt.

Mitglieder der IG Blender See besuchten 2013 den Umweltminister Niedersachsen, Herrn Stefan Wenzel, um das Projekt vorzustellen und Fremdmittel einzuwerben. Der Minister erklärte sich bereit, entsprechende Gespräche zu führen, wenn die Gemeinde Blender ein fundiertes Projekt auf den Weg bringt.

Und was hat der Rat der Gemeinde Blender bis heute dazu beigetragen? Effektiv nichts! Es war dem Gemeinderat Blender im letzten 3/4 Jahr nicht einmal möglich, einen zugesagten Auftrag für die restlichen Grundwasseruntersuchungen zu erteilen.

Wie fing alles an?

38 Einwohner von Blender haben sich am 10. Oktober 2012 getroffen und eine Interessengemeinschaft gegründet. Alle wollen daran mitwirken, den Blender See langfristig als Badesee zu erhalten, und wieder in ein gesundes, ökologisches Gewässer umzugestalten.

Was wollen wir?

Ein gesundes und sich im ökologischem Gleichgewicht befindliches Gewässer.

Qualität und Quantität der Zuflüsse sind Bestandteil des ökologischen Systems und haben in der überwiegenden Zeit keinen negativen  Einfluss auf die Wasserqualität.

Die Bedürfnisse der Bürger, der Anlieger und der Nutzer werden im größtmöglichen Einvernehmen gelöst.

Die Initiative ist unabhängig von politischen und ökologischen Ideologien und dient primär keinem  Privatinteresse.

Wie wollen wir das erreichen?

Bündeln von Wissen und Erfahrungen aus Organisationen, von externen Fachleuten und einer breiten  Einwohnerbeteiligung, mit dem Ziel, Konzepte für die Sanierung und eine langfristige, nachhaltige Verbesserung der See- und der Zuflusswasserqualität zu erarbeiten.

(Aktive, Beratende) Unterstützung bei der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen.
Alle Aktivitäten der Gemeinschaft werden mit großer Transparenz durchgeführt und möglichst zeitnah kommuniziert.

Stetiges Bemühen der Gemeinschaft um Zusammenarbeit mit Rat und Verwaltung um die besten Lösungen und Konzepte zu finden.

Einhalten der Rechtsnormen, Gesetze und Vorschriften. Erkennen  und berücksichtigen der ungeschriebenen Gesetze.