Archiv des Autors: Ralf Heinemann

Protokoll der Mitgliederversammlung vom 29. Mai 2015

Dieter Tank eröffnete die gute besuchte Versammlung um 19:30 Uhr, an der auch Blenders Bürgermeister Rolf Thies und das Ratsmitglied Gerhard Winter teilnahmen. Die Tagesordnung enthielt diesmal lediglich 2 Punkte:

Wie geht es weiter mit der IG Blender See? (siehe auch VAZ vom 29.05.2015)

Soll die IG Blender See am Vereinsfest „Blender erleben“ am 27.06.2015 mit einem Stand oder sonstigen Aktivitäten teilnehmen?

zu: Wie geht es weiter mit der IG Blender See?

Dieter fasste in einem 1-stündigen Vortrag (siehe Anlage) noch einmal die Aktivitäten der IG Blender See seit der Gründung im Herbst 2012 bis zum Frühjahr 2014 zusammen. 18 Monate wurden an bis zu 9 Stellen im See und an den Zuflüssen Wasserproben gezogen, die im Klärwerk in Verden und Thedinghausen auf 9 Parameter analysiert, und durch Dieter bewertet wurden. An über 120 Stellen im Blender See wurden je 3 Bodenprofilmessungen vorgenommen und bewertet. Die IG Blender See besuchte mehrere Gemeinden im Norddeutschen Raum, die Sanierungen ihrer Gewässer vorgenommen hatten. Wir gewannen dadurch Erkenntnisse über die verwendeten Methoden und die Nachhaltigkeit der Massnahmen. Viele Mitglieder der IG Blender See machten sich über Seesanierungsmassnahmen fachlich fit, besuchten Gemeinden und Behörden, entnahmen Wasserproben und Schlammproben. Alle Tätigkeiten, Ergebnisse und unsere Bewertungen wurden detailliert auf www.blendersee.de veröffentlicht, können von Interessierten nachgelesen werden, und wurden ehrenamtlich ohne Kosten für die Gemeinde Blender erbracht.

Die Ergebnisse aller Recherchen und Bewertungen haben wir im Strategiepapier festgehalten, und führen in  Kurzfassung zum Ergebnis: der Blender See braucht Wasser von außen. Damit stehen wir konträr zu den Vorschlägen des NLWKN, der den Blender See abschotten möchte, keine Zuflüsse mehr in den See, alles was jetzt drin ist bleibt im See. Diees konträre Position wurde noch einmal Anfang 2015 in Thedinghausen mit dem Bürgermeister Rolf Thies, Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse und den von der Verwaltung eingeladenen Dr. Schirmer (ehemals Professor in Bremen) besprochen, der in keinem Punkt unseren Vorschlägen und Schlussfolgerungen widersprochen hat.

Von Frühjahr bis Sommer 2014 haben wir unser Strategiepapier der nachhaltigen Gesundung des Blender Sees der Verwaltung in Thedinghausen und dem Rat der Gemeinde Blender vorgestellt. Es wurde seitens des Rates der Gemeinde Blender der Beschluss gefasst, im Umfeld des Blender Sees noch Grundwasserproben vorzunehmen, da die von uns gezogenen Proben über Hausbrunnen kein einheitliches Ergebnis brachte, was auch damit zusammenhängen kann, dass wir kein Regelwerk über die Methode vorgegeben hatten (z.B. Wasserablauf vor der Probe, wie wurde der Standort des Brunnens früher genutzt, etc).

Dieter berichtete noch über einen Besuch von ihm und Ralf Heinemann am Morgen des 29.05.2015 in Thedinghausen bei Herrn Hesse und Frau Reinke. Dieter und Ralf wollten wissen, wie die Verwaltung den Entscheidungsstand in Sachen Blender See sieht. Am Ende des Gesprächs gingen beide in dem Bewusstsein, dass seit Sommer 2014 keine Aufgaben für die Verwaltung, geschweige denn Entscheidungen zur Gesundung des Blender Sees getroffen wurden, und für den Rest des Jahres wohl keine substantiellen Dinge erwartet werden dürfen.

Am Ende des Vortrags zog Dieter für sich die Konsequenzen, und kündigte auf der Versammlung seinen Rücktritt als Sprecher der IG Blender See an.

Danach übernahm Ralf Heinemann das Wort und stellte die Frage, was kann die IG Blender See noch tun?

Was die IG Blender See in den vergangenen 2 1/2 Jahren getan hat, wurde von Dieter zusammengefasst oder kann auf www.blendersee.de nachgelesen werden. Wir können substantiell nichts mehr liefern. Wir haben der Verwaltung und dem Rat der Gemeinde Blender eine umfassende Entscheidungsgrundlage über den Zustand des Blender Sees über einen Zeitraum von 18 Monaten kostenfrei geliefert, die auch von einem gewerblichen  Beratungsinstitut nicht anders oder besser hätte geliefert werden können. Unserem Strategiepapier, und damit unseren Vorschlägen für die Seegesundung muss man nicht folgen, auch wenn wir glauben, dass das der richtige Weg ist. Aber was wir erwarten können ist eine Entscheidung des Gemeinderats Blender.

Was hat die Verwaltung und der Rat der Gemeinde Blender seit Sommer letzten Jahres für die Gesundung des Blender Sees getan?

Aus unserer Sicht nichts! Es reicht einfach nicht, wenn wir vom Rat hören, dass er auch etwas für den See tun will. Ja was denn? Von verbalen Bekundungen wird der See nicht gesund. Entscheidungen und Massnahmen müssen her. Nach dem Gespräch mit der Verwaltung in Thedinghausen am 29.05.2015 haben wir nicht den Eindruck, dass Grundwasserproben noch in diesem Jahr durchgeführt werden können. Aber ohne das Ergebnis der Grundwasserproben kann es keine Massnahmen für den See geben.

Warum prüft man nicht, ob die vorhandenen Prüfbrunnen der Landwirtschaft und Feuerwehr genutzt werden können? Gibt es weitere Prüfbrunnen, die man nutzen kann?  Warum sind immer noch keine Beschlüsse da, was mit den Drainagen auf der Varster Seeseite passieren soll? Warum fällt man keinen Beschluss im Rat der Gemeinde Blender, dass ein Projekt „Sanierung Blender See“ aufgesetzt wird, benennt z.B. je eine Person aus Verwaltung/Rat, sucht eine fachlich qualifizierte Person mit befristetem Vertrag für 1 oder 2 Jahre, oder beteilgt auch die IG Blender See an der Projektgruppe? Warum kommen Mitglieder der IG Blender See auf solche kostengünstigen Lösungsmöglichkeiten, und nicht Mitglieder der Verwaltung oder aus der Politik? Weil wir uns kümmern und die Seesanierung wollen!

Die Sanierung des Erbhofs ist auch nicht vom Himmel gefallen. Da gab es jemand, der die Angelegenheit zu seiner Sache gemacht hat. Viele Gelder kamen über Drittmittel. Übrigens!!! Ohne ein fundiertes Projekt gibt nirgendswo Drittmittel! Diese Pressemitteilung zeigt, dass wieder Mittel ausgeschüttet werden. Aber wie gesagt: Ohne ein vorgelegtes fundiertes Projektpapier kommt auch nichts.

Sollte sich aus Verwaltung oder Politik keiner finden, der die Sanierung des Blender Sees zu seiner/ihrer Sache macht, dann sollte das auch öffentlich gesagt und gemacht werden.

Welche Berechtigung haben wir noch als IG Blender See, und wie geht es weiter?

Da wir nicht den Zugriff über finanzielle und personelle Entscheidung haben, liegt es auch nicht in unserer Hand, Massnahmen und Entscheidungen zur Gesundung des Blender Sees zu treffen. Wie im Absatz vorher ausgeführt, passierte auf der Entscheiderebene bisher nichts. Was können wir jetzt tun?

  1. Über die Presse Druck auf den Rat und die Verwaltung machen. Das würde zwangsläufig zu einer Konfrontation im Ort führen, die Dieter und Ralf und sicherlich viele Mitglieder der IG Blender See nicht wollen. Außerdem spricht das auch gegen unsere Präambel, nachzulesen unter www.blendersee.de/Home (Seitenende).
  2. Hoffen, dass auf der nächsten Ratssitzung der Gemeinde Blender Anfang Juli 2015 durch Beschlüsse zum Blender See eine veränderte Sichtweise des Gemeinderats erkennbar wird. Ralf hat den beiden anwesenden Ratsmitgliedern deutlich gemacht, dass die IG Blender See an diese Ratssitzung Erwartungen hat. Ansonsten müssten wir zur Kenntnis nehmen, dass Initiative und Engagement von Bürgern verbal begrüßt wird, dass Einfordern von Entscheidungen von Verwaltung und Politik aber stört. Das mindeste was die 540 Mitglieder der IG Blender See erwarten können, ist eine substantielle Ratsentscheidung, entweder gegen oder für Sanierungsmaßnahmen.
  3. Wenn keine substantiellen Entscheidungen seitens des Blender Gemeinderats getroffen werden, bliebe als letzte Möglichkeit, die IG Blender See aufzulösen.

Wir werden in der ersten Hälfte August 2015 erneut eine Mitgliederversammlung einberufen, um zu sehen, ob der Gemeinderat überhaupt, und wenn ja, welche er zur Seesanierungsbeschlüsse getroffen hat. Dann werden wir entscheiden wie, oder ob es mit der IG Blenderm See weitergeht.

Zu: Soll die IG Blender See am Vereinsfest „Blender erleben“ am 27.06.2015 mit einem Stand oder sonstigen Aktivitäten teilnehmen?

Die Versammlung war einstimmig der Auffassung, nicht als IG teilzunehmen.

Ralf Heinemann

Protokoll Meeting IG Blender See 27. Oktober 2014 + Ereignisse danach

Folgende Agenda wurde vorgestellt und durch einen Folienvortrag von Dieter Tank unterstützt. Neben ca. 25 Mitgliedern waren auch die beiden Fraktionsvorsitzenden Holger Haßfeld (SPD) und Fritz Suhr (CDU) anwesend .

TAGESORDNUNG

Aussprache über Ergebnisse der letzten beiden Ratssitzungen
Differenz zwischen unseren Vorschlägen und den Behördenvorschlägen
Vorschlag Hesse (designierter SGB) zur Grundwasserförderung
Was sind die nächsten Schritte ?
Was machen wir aus unserer IG Blender See ?
Verschiedenes und Vergessenes

EREIGNISSE DANACH

Termin am 10.12.2014 beim neuen Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse wegen Blender See

Besuch von Dieter Tank mit Gerhard Winter beim Mittelweserverband

Protokoll der Ratssitzung vom 16.09.2014

Protokoll der Ratssitzung vom 16.10.2014

Folienvortrag Dieter Tank

Vorschlag Harald Hesse

Beide Ratssitzungen wurde besprochen und als Ergbnis festgehalten, dass der Rat Blender fraktionsübergreifend zum jetzigen Zeitpunkt auch gegen eine totale Abschottung des Blender Sees votiert, und dem See auch zukünftig Wasser von außen zuführen möchte. Die Verwaltung in Thedinghausen wurde vom Rat beauftragt, erneut zu untersuchen, warum eine Zufuhr von Wasser, zumindest im Winter, vom Blender Hauptgraben in Seestedt über den Bullershoper Graben in den Blender See nicht möglich sein soll. In dem Zusammenhang soll auch festgestellt werden, was das damalige Genehmigungverfahren zu dem Sachverhalt in Seestedt an der Kreuzung sagt.

Dieter Tank analysierte den Vortrag der Herren Prante und Schuster vom NLWKN in Sulingen, in dem Herr Schuster noch einmal seinen Standpunkt begründete, den See wie einen Topf von jeglichem Wasserzufluß von außen zu trennen, da die mögliche Wasserzufuhr von aussen für eine Verbesserung des Wassers zu gering  sei. In einem Folienvortrag begründete er das unter anderem mit einem vor Jahren vom Büro Grün gemessenen Phosphorwert und den geforderten Belastungs-Höchstgrenzwerten. Die von der IG Blender See gemessenen Werte und die Bodenprofilanalyse waren nicht Bestandteil seines Vortrags.

Man muss wissen, dass Herr Schuster mit Zahlenwerten von Phosphor argumentiert, wir unsere Messungen mit Zahlenwerten von Phosphat angegeben haben. Da Phosphat neben dem Element Phosphor auch  Sauerstoffatome beinhaltet, ist das Gewicht je Milligramm (mg) Phosphat natürlich höher als Phosphor, oder anders ausgedrückt, 1 mg Phosphat entspricht ca. 0,33 mg Phosphor. Wenn Herr Schuster seine Argumente auf den geringeren Zahlenwerten von Phosphor aufbaut, sind die von uns gemessenen Phodphatwerte ca. 3 x so hoch, bei gleicher Wasserbelastung. Wer weiß das schon, und warum wird so agumentiert, obwohl unsere ermittelten Messergebnisse auch an das NLWKN weitergeleitet wurden? Wem ist das in der Ratssitzung überhaupt aufgefallen?

Wenn Grenzwerte in Phosphor angegeben, Messergebnisse aber in Phosphat gegenübergestellt werden, was Herr Schuster nicht getan hat, weil er unsere Messergebnisse nicht erwähnt hat, können die Belastungen des Blender Sees nur schlecht sein im Verhältnis zu den Grenzwerten. Dieter hat daher die von uns ermittelten Mittelwerte aller Proben in mg Phospat umgerechnet in mg Phosphor (siehe Folievortrag Dieter Tank Seite 5 – 8).

Alles weitere kann aus den Protokollen der Ratssitzungen entnommen werden.

Zur Ratssitzung am 16.09.2014 hat der heutige Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse einen interessanten Vorschlag in Form eines Memos eingebracht, der interessante Ansätze für die Zuführung von Wasser in den Blender See enthält. Es gilt jetzt, die Idee mit Herr Hesse und den betroffenen Behörden weiter zu verfolgen. Ein Gesprächstermin wurde zwischenzeitlich mit Herrn Hesse und dem Gemeindebürgermeister Rolf Thies für den 10. Dezember 2014 vereinbart.

Es folgte eine angeregte Diskussion darüber, was jetzt noch seitens der IG Blender See zu tun ist. Die grundlegenden Basisarbeiten über den jetzigen Status des Blender Sees sind gemacht. Weitere Messungen werden vorerst nicht mehr vorgenommen. Unser Sanierungsvorschlag liegen auf dem Tisch. Die Verwaltung wird Anfang nächsten  Jahres Grundwasserproben auf Belastungen hin untersuchen lassen. Wir müssen im Gespräch mit dem Rat Blender und der Verwaltung in Thedinghausen bleiben.

Unsere Erwartung ist es, dass im Jahr 2015 Massnahmen im Einklang mit unserem Sanierungsvorschlag von Verwaltung und Blender Rat getroffen werden. Eine weitere Berechtigung für die IG Blender See ist nur dann gegeben, wenn auch Massnahmen und Entscheidungen von den zuständigen und verantwortlichen Gremien umgesetzt werden.

Besuch beim Geschäftsführer des Mittelweserverband, Herrn Dipl.-Ing. Peter Neumann

Dieter Tank und Gerhard Winter, Verbandsvorsteher des Mittelweserverband, besuchten am 19.November 2014 Herrn Neumann in beim Mittelweserverband in Syke. In einem offenen und intensive Dialog wurde das Problem des Blender Sees diskutiert, und die Möglichkeit erörtert, das Wasser aus dem Blender Hauptgraben in den See zu pumpen. Auch wenn Herr Neumann nicht überzeugt ist, dass die Wassermenge ausreicht, um den See grundsätzlich zu verbessern, würde er einen Versuchsbetrieb. angelegt auf ca 5 Jahre zustimmen, um dann zu sehen, ob dies eine dauerhafte Verbesserung der Wasserqualität im See bringen würde. Vorraussetzung für die Durchführung ist ein Antrag der Gemeinde, die Klärung der Kosten, und die Zustimmung der entsprechenden Behörden des Landkreises.

Ralf Heinemann, Dieter Tank

 

Die IG Blender See auf der Ratssitzung der Gemeinde Blender am 3. Juli 2014

Am 3. Juli 2014 stellt die IG Blender See durch Dieter Tank den Ratsmitgliedern der Gemeinde Blender die erbrachten Leistungen, Proben, Untersuchungen und Analysen über den Blender See in den vergangenen 16 Monaten vor. Das Ergebnis ist das Strategiepapier der IG Blender See, das man mit einem Satz zusammenfassen kann: „Zur nachhaltigen Renaturierung braucht der Blender See Wasser aus Zuflüssen und keine Abschottung“, wie dies von der NLWKV aus Sulingen vorgeschlagen wird (siehe auch 2. Fachkreis-Treffen vom 26.06.2014).

Alle Analysen, die von den gezogen Proben der letzten 16 Monate gemacht wurden, zeigen das gleiche Bild. Die potentiellen Zuflüsse aus Blender, Seestedt/Laake, Oiste sind im Phosphatgehalt weit unter den Werten im Blender See. Sie würden die Wasserqualität des Sees verbessern, wenn es gelingt, genug Wasser durch den See zu leiten, damit das Wasser zur Emte überlaufen kann. Da ein großer Teil des Schlammes noch sehr dünnflüssig und damit mobil ist, würde ein Durchfluss auch eine Teil des Schlammes austragen. Dies würde die jetzige Situation des Sees nach unserer Meinung deutlich verbessern. Wir stimmen mit der allen Beteiligten überein, dass für das Wasser aus dem Sandfang eine Lösung gefunden werden muss. Ohne Behandlung sollte es nicht weiter in den See eingeleitet werden. BlenderSe/Gräben/Emte

Der Vorschlag der IG Blender See ist sicherlich schwieriger und komplexer in der technischen Durchführung, wird auch mehr Geld benötigen, und Bedarf viele Gespräche und Erklärungen mit Anrainer am See und an den Zuflüssen. Dafür hat er unseres Erachtens aber die Chance, den See nachhaltig zu verbessern.

Sitzungsverlauf aus der Sicht der Presse:

Den Verlauf der Sitzung spiegelt auch die Presseveröffentlichung in der Verdener Aller Zeitung vom 05.07.2014 wieder.

2. Treffen „kleiner Fachkreis Blender See“ in der Verwaltung Thedinghausen

An dem Treffen am 23. Juni 2014  nahmen Herr Schuster und Herr Prante vom NLWKN Sulingen, Herr Köhler von der Planunggruppe Grün, Herr Schröder und Frau Reinke von der Verwaltung Thedinghausen, Dieter Tank und Ralf Heinemann von der IG Blender See teil.

Herr Schuster stellte seinen Lösungsvorschlag zur Sanierung des Blender Sees vor. Fazit des Vorschlags ist die komplette Abschottung des Blender Sees von allen Zuflüssen und Einträgen in den Blender See, und ein Bodenfilter für die Reinigung des zufließenden Oberflächenwassers aus dem Siedlungsgebiet.

Seiner Auffassung nach wird der Blender See ausschließlich durch das Grundwasser gefüllt. Eine geringe Menge des Seewassers sollte seiner Auffassung nach durch einen „Bypass“ über den Bodenfilter laufen, und so gereinigt werden. Eine Aussage, über welchen Zeitraum das Wasser des Blender Sees die wesentlich besseren Werte des Zuflusses aus dem Bullerhooper Graben erreichen, vermöchte Herr Schuster nicht zu geben.

Zu bemerken ist, dass der Bodenfilter für das Wasser aus dem Siedlungsgebiet sowieso zu bauen ist, da auf Grund der gemessenen Werte eine weitere ungefilterte Einleitung mehr als problematisch ist. Dieter Tank verwies auf seine im 1. Treffen im März 2014 gemachten Aussagen und unser Strategiepapier, nämlich Wasser von außen in den Blender See zu führen.

Weiterhin wurde die Verwaltung beauftragt, die Drainagen der landwirtschaftlichen Flächen am Blender See zu erkunden und abzuleiten in die Emte. Ferner werden kurzfristig Grundwasserproben erhoben, um Qualität und Fließverhalten des Grundwassers zu ermitteln.

Hier die inzwischen vorliegenden Aktenvermerke der Verwaltung Thedinghausen zu den 2 Fachkreis-Treffen  und die Korrektur-Email von Ralf Heinemann

Aktennotiz Treffen 20.03.2014

Aktennotiz Treffen 23.06.2014

Korrektur-Email zu den Treffen

Protokoll der Mitgliederversammlung am 10. Juni 2014

Da der 2. Termin mit der Verwaltung in Thedinghausen im „kleinen Arbeitskreis“ noch nicht stattgefunden hatte, konnte über die Vorschläge des NLWKN Sulingen und des Büros Grün zur Sanierung des Blender Sees  nicht diskutiert werden. Der neue Termin ist zwischenzeitlich für den 23. Juni 2014 in Thedinghausen vereinbart. Die Mitgliederversammlung bestätigte erneut, an dem ausgearbeiteten Sanierungsvorschlag der IG Blender See fest zu halten.

Dieter berichtete über die letzten Messwerte, die den Trend des vergangenen Jahres bestätigten. Es wurde beschlossen, vorerst keine weiteren Messungen vorzunehmen, da der Messzeitraum vom Dezember 2012 bis Mai 2014 aussagefähig ist.

„Wissen Sie, wo die Hölle liegt?“ Bericht im Sonntags-Tipp vom 25. Mai 2014

Im Sonntags-Tipp fand ich einen interessanten Artikel über alte Flurbezeichnungen der letzten gut 200 Jahre rund um den Varster See. In dem Artikel können Sie auch nachlesen, wo denn die „Hölle“ liegt. Die Informationen kommen von dem Bremer Helmut Waltring, der die meiste Zeit in Hiddesdorf in seinem Fachwerhaus verbringt.

Helmut Waltring bietet für Interessierte am 1. Juni 2014 einen Rundgang um das Gut Varste an. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr auf der Allee zum Gut vor der Informationstafel.

Machen Sie einen Doppelklick auf die 2 Seiten, um den Text zu vergrößern.

Blender See Hölle_1

Blender See Hölle_2

Protokoll und Bewertung des Gesprächs im kleinen Arbeitskreis Blender See am 20. März 2014

Teilnehmer: Hans-Heinrich Schuster, NLWKN Sulingen; Richard Zorn, Landkreis Verden; Thomas Arkenau, Landkreis Verden; Johannes Köhler, Planungsgruppe Grün; Gemeindedirektor Gerd Schröder; Christiane Reinke, Bauamt; Dieter Tank, IG Blender See; Ralf Heinemann, IG Blender See;

Ziel der Veranstaltung am 20. März war es, die anlässlich des Treffens im Februar 2014 vorgetragenen Messergebnisse der letzten 14 Monate zu interpretieren, zu bewerten, und daraus Sanierungsvorschläge zu erstellen. Die Sanierungsvorstellungen der IG Blender See haben wir in einem Strategiepapier dargestellt und den Anwesenden überreicht.

Strategiepapier Sanierung IG Blender See

Unser Sanierungsvorschlag basiert auf dem Zufluss von Wasser in den See, das besser ist, als die Qualität des Seewassers. Damit wollen wir erreichen, dass die mobile obere Schlammschicht aus dem See ausgetragen wird, besseres Wasser dem See zugeführt wird, und ein nachhaltiger kontinuierlicher Effekt entsteht. Der Austrag des mobilen Schlamms wird dadurch belegt, das bei den bisherigen Zuflüssen (vom Waldsee und Glockenkuhle) kaum oder keine Schlammablagerungen vorhanden sind, obwohl der Zufluss sehr gering war/ist. Wir verbessern also das Wasser des Sees dadurch, dass besseres Wasser zufließt, und die mobile Masse im See weniger wird, was weniger anaerobes Phosphat freisetzt, und zur Verringerung des Algenwachstums in den warmen Monaten führt.

Je mehr Wasserzufluss zum See, um so besser für den See. Die Messungen der Wasserquailtät vom Blender Hauptgraben waren bis auf einen Monat immer besser als das Seewasser. Auch das Wasser, was über den kleinen Graben in den Varster See fließt, entsprach der des Blender Hauptgrabens. Auf Basis dieser Erkenntnisse muss darüber nachgedacht werden, wie wieder mehr Wasser aus Varste bis Einste in den Blender See fließen kann. Möglichkeiten bieten sich an, das Wasser in Seestedt nicht mehr Richtung Einste in die Emte abzuführen, sondern über die Verbindung über den Blender Hauptgraben. In Oiste hinter der Kurve nach Magelsen gibt es ein kleines Hebewerk, das Wasser aus den Gräben bei Bedarf in die Weser pumpt. Warum geht das nicht auch umgekehrt? Näheres dazu in der Anlage „Strategiepapier“.

Wir haben Herrn Zorn vom LK Verden gefragt, warum der Landkreis akzeptiert, dass das Wasser im Zufluß zum Varster See so sehr viel besser ist als beim Abfluß aus dem Waldsee, wo Werte gemessen werden, die eine Weiterleitung in die Emte eigentlich verbieten (bis vor einem Jahr lief das alles in den Blender See). Herr Zorn erklärte uns, dass er auf Grund einer anonymen Anzeige der Sache nachgegangen sei. Der Augenschein habe bei der Begehung nichts Auffälliges ergeben, und eine Überprüfung des Grundwassers bei den Güllebehältern (Bohrung kleiner Testbrunnen) sei wirtschaftlich nicht vertretbar.

Herr Schuster vom NLWKN bezweifelt jetzt die statistische Zuverlässigkeit der Wasserproben, z.B. am Einfluss vom Blender Hauptgraben in den Blender See. Wir hätten vielleicht immer an den Tagen die Proben gezogen, wo das Wasser gerade gut gewesen sei. Für einen Mathematiker sind das Aussagen, die bei der Vielzahl der gezogenen Proben konträr zur statistischen Wahrscheinlichkeit stehen. Herr Schuster vertritt die Auffassung, alle Zuflüsse zum Blender See zu unterbinden. Hier stellt sich die Frage, warum wir überhaupt Wasserproben und Schlammproben gezogen haben.

Im Laufe des Gesprächs kam die Frage auf, was denn überhaupt mit dem Blender See geschehen solle, ob nur die Badestelle saniert werden soll, ob eine Teilentschlammung stattfinden soll, oder die Algenblüte mit Chemikalien bekämpft werden soll. Das Thema „Kosten“ spielte überhaupt keine Rolle.

Die IG Blender See will eine nachhaltige Lösung. Dazu ist es notwendig, dem Blender See Wasser zuzuführen. Möglichkeiten hierfür gibt es. Es sind Gespräche mit den betroffenen öffentlichen Trägern und Verbänden zu führen, die ebenfalls Entscheidungen treffen müssen. Lediglich eine Entschlammung und chemische Behandung des Blender Sees ist nicht nachhaltig, und muss immer wieder durchgeführt werden. Das kann man an vielen Beispielen sehen, z.B Otternstedter See oder Bederkesaer See.

Die Runde hat sich vertagt auf Mitte Mai 2014. Dann wollen die Verwaltung und das Büro Grün Vorschläge vorstellen.

Ralf Heinemann

Protokoll Treffen 10. März 2014 / Festlegung der Sanierungsmassnahmen

Anläßlich des Treffens am 10. März 2014 sollte von der Mitgliederversammlung festgelegt werden, welche Sanierungsmassnahmen für den Blender See die IG Blender See für notwenig, nachhaltig und sinnvoll erachtet. Die Grundlage hierfür bilden die monatlichen Wasseranalysen seit Dezember 2012 an 6 – 8 Stellen des Blender Sees, dem Sandfang und den zufließenden Gräben. Außerdem die im Sommer 2013 durchgeführten Bodenprofil- und Schlammdickenmessungen an mehr als 120 Messpunkten im See, und die Stichprobenuntersuchungen der Schlammproben auf Schwermetallbelastungen.

Alle Analysenergebnisse wurden unter www.blendersee.de veröffentlicht. Im Dezember 2013  wurden die Ergnisse mit der Samtgemeindeverwaltung, 2 Herren vom NLWKN Sulingen und dem Beratungsunternehmen Grün besprochen, denen unsere Auswertungen zur Verfügung gestellt wurden. Einhellige Auffassung  aller Teilnehmer war es, dass diese umfassenden Daten belastbar sind, und somit als Grundlage für Sanierungsmassnahmen des Blender Sees genutzt werden können. Konkrete Sanierungsvorschläge sollen am 20. März 2014 im gleichen Teilnehmerkreis besprochen werden.

Dieter Tank gab in der Versammlung am 10. März 2014 noch einmal einen kurzen Überblick über die Analyseergebnisse. So ist das zufließende Wasser der Gräben aus Seestedt in einer Qualität, die dem Blender See gut tut, heute jedoch Richtung Einste „umgeleitet“ wird. Die Wasserqualität zeugt davon, dass die landwirschaftlichen Betriebe in diesem Flächenbereich verantwortlich mit der Düngung der Felder umgehen.

Anders sieht es mit dem Wasser aus Richtung Varste aus. Nicht ohne Grund wurde an der Brücke zum Waldsee ein Wehr eingerichtet, um das stark mit Phophat und Stickstoffverbindungen belastete Wasser über einen Graben vor dem See in die Emte umzuleiteten. Ganz erstaunlich ist die Tatsache, dass die Messwerte für Amoniak bis  November,  Dezember und Januar stark ansteigen, um dann Ende Januar/Anfang Februar wieder abzufallen. Dieser Anstieg ist uns nicht erklärbar, denn die Wasserqualität aus den Feldern in den Varster See (Brücke bei Bösche) ist ähnlich gut wie das Wasser aus Seestedt. Das Wasser am Wehr ist weiterhin ganzjährig stark belastet. Das Wehr ist in jetzigem Zustand nicht in der Lage, das belastete Wasser vom Waldsse vollständig zurück zu halten.

Das Boden- und Schlammdickeprofil zeigt, dass die Verteilung des Schlamms im See unterschiedlich ist. Bei einer maximalen Seetiefe von 4,50 Meter beträgt die Schlammschicht bis zu 1,50 Meter, wobei 60 % des Schlamms mobil ist, also nicht als fester Schlamm oder sedimentiert am Boden liegt, und weg gespült werden könnte. Der feste als auch der mobile Schlamm liegt unter den Z1-Grenzwerten für Schwermetalle. Die untere Schlammschicht besteht primär aus anorganischem Material (Sand/Kies). Das Bodenprofil zeigt weiterhin, dass sich am Überlauf des Sees in die Emte und an den beiden oben beschriebenen Zuflüssen fast kein Schlamm befindet, obwohl der Wasserzufluss sehr gering ist. Das bedeutet, dass bereits geringe Mengen zufliessenden Wassers genügen, um diese Stellen schlammfrei zu halten.

Wenn die Sanierung nachhaltig sein soll, damit nicht immer wieder Sanierungen des Sees durchgeführt werden müssen, sei es durch Fällung oder Entschlammung, sind unseres Erachtens folgende Massnahmen am sinnvollsten.

Der See braucht zufließendes Wasser

Bei 30 Liter/Sekunde Überlauf des Sees in die Emte würde sich die Wassermenge des Sees  in ca. 2 Monaten erneuern. Der Zufuss aus den Gräben Richtung Seestedt sollte nicht mehr in Richtung Einste „umgeleitet“ werden, sondern wieder dem Blender See zugeführt werden. Das gleiche gilt für den Zufluss über den Varster See/Waldsee in den Blender See nach Beseitung der Problemeinträge. Es sollte geprüft werden, wie weit das „Einzugsgebiet“ gehen kann, und ob gegebenenfalls auch in Oiste am Schöpfwerk eine Umkehrung (Wasser aus der Weser in den Zuführungsgraben) oder an anderer Stelle vorgenommen werden kann.

Der Schlamm im See muss raus

Der mobile Schlamm wird durch anaerobe Zersetzung in den Sommermonaten wieder Phodphat freisetzen, und damit das Algenwachstum beschleunigen Nur wenn der Schlamm mit den Schadstoffen entfernt wird, ist eine zukünftige Selbstreinigung des Sees durch zufließendes Wasser gewährleistet. Die mobilen Bestandteile könnten weitestgehend ausgespült werden. Die Schlammentnahme sollte in einer geringen Testmenge (50 m³) probeweise vorgenommen, und auf einer Fläche am See deponiert werden. Damit kann man Erfahrungen und Daten über Pumpentechnik, Absatzverhalten des Schlammes und die durchschnittliche Schwermetallbelastung sammeln. Diese Ergebnisse erleichtern auch eine  Entscheidung über eine eventuell spätere Entschlammung des Sees.

Informationen und Aufklärung der Seeanrainer

Die Sanierungsmassnahme sollte durch Informationen an Anliegern und Anrainern von Zuflüssen begleiten werden,  sowie das Problembewusstsein für das Verhalten gegenüber dem Blender See stärken.

Die Mitglieder beauftragten Dieter Tank und Ralf Heinemann mit dieser Zielsetzung in die Gespräche am 20. März 2014 zu gehen.

Ralf Heinemann berichtete am Ende der Versammlung über den Besuch von Dieter und Ralf am 6. März 2014 beim Kämmerer in Thedinghausen. Beide informierten sich über die Haushaltslage der Gemeinde Blender. Leider sind die Anfang 2010 noch üppig vohandenen Rücklagen (ca. 860.000 €) der Gemeinde Blender heute fast aufgebraucht. Der Haushaltsentwurf sieht für Ende 2014 im günstigsten Fall noch eine Liquiditätsrücklage von 168.000 € vor. Die Gemeinde Blender hat keine Schulden.

Finanzmittel von Dritten (EU, Land Niedersachsen, Sonstige) können wir für die Sanierung des Blender Sees nur bekommen, wenn die Gemeinde Blender selbst Mittel zur Verfügung stellt. Die Mandatsträger des Gemeinderats können durch Haushaltsdisziplin in 2014 und Bereitstellung von Mitteln für 2015 dokumentieren, wie ernst Ihnen wirklich die Sanierung des Blender Sees ist.

Dieter Tank / Ralf Heinemann

Protokoll Mitgliederversammlung vom 14. Oktober 2013

Dieter berichtete über seinen Besuch bei der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und  beim Umweltministerium in Hannover im Oktober 2013.

Unser Jazzfrühschoppen im August 2013 war mit gut 200 Besuchern trotz wiedriger Wetterverhältnisse ein voller Erfolg. Die Musiker haben einen hervorragenden Job gemacht. Allen Besuchern hat die Art der Musik gefallen. Der durch Getränke und Wurstverkauf erzielte Überschuss beträgt 223,72 €, wenn der Gemeindeschuss von 750 € eingerechnet ist. Ohne die finanzielle Hilfe wären wir im Minus gelandet. Mit den auf der Veranstaltung gesammelten 712 € können wir nun fast 1000 € zur Verfügung stellen, um Projekte zur Verbesserung der Badestelle zu ermöglichen.

Dieter berichtet uber den Besuch das GaW aus Verden, um im Rahmen einer Projektwoche Wasserproben aus dem Blender See zu nehmen und diese zu analysieren.

Detailliert stellte Dieter die Ergebnisse der Schlammprobenanalysen dar. Es wurden 27 Schlammproben an verschiedenen Stellen des See gezogen. Dabei wurden über den gesamten See verteilt Schlammproben von oben, unten und der Schlammmitte entnommen. Es den gezogenen Proben wurden 15 in Absprache mit dem NLWKN und der LUFA bei der LUFA analysiert. Die Gemeinde hat die Kosten für die Analyse der Proben übernommen. Die Ergebnisse lassen sich in etwas so zusammenfassen:

  • Erhöhte Schwermetallbelastung findet man vorwiegend oben im Schlamm.
  • Der obere Schlammhorizont könnte auf Äcker verbracht werden, die Schwermetallwerte liegen deutlich unter den Grenzwerten für diese Verwendung.
  • In unteren Schlammsegmenten liegen die Schwermetallwerte deutlich niedriger. Dieser Teil könnte zum normalen Verfüllen benutzt werden. Alle Werte erfüllen die Anforderungen von Z0.
  • In Bereichen, in denen gelegentlich Wasserfluss gegeben ist, finden wir kaum Schlammvolumen und sehr niedrige Schwermetallwerte.
  • Wenn man sich entscheidet, den Schlamm zu entfernen, kann man mit den Daten ein Nutzungsprofil erstellen. Einige Daten müssten dann noch nachgeliefert werden, die in unsere Untersuchung nicht enthalten waren, wie zum Beispiel bakteriologische Belastungen.

Am Montag den 2. Dezember werden die Ergebnisse mit der Gemeinde, dem NLWKN und anderen Experten besprochen. Am Abend werden wir darüber bei Glühwein berichten.

Da der Wasserstand des Blender Sees zur Zeit primär durch zufließendes Grundwasser beeinflußt wird, wurde vereinbart, Grundwasserproben aus den Hausbrunnen von Anliegern aus Blender und Varste zu analysieren. Ergebnisse liegen auf dem nächsten Meeting im Dezember vor.