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Protokoll zur Mitgliederversammlung der IG Blender See vom 27.06.2016

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Anwesenheit:

20 Mitglieder der IG Blender See und ein Pressevertreter vom Achimer Kurier

Agenda:

  1. Begrüßung/Eröffnung (Dieter Tank)
  2. Aktivitäten Sanierung Blender See seit September 2015 (Dieter Tank)
  • Neuer Arbeitskreis September 2015 (Dieter Tank)
  • Glühwein Dezember 2015 (Alle)
  • Informationsgespräch Herr Hesse/Frau Reinke mit Dieter und Ralf März 2016 (Dieter Tank)
  1. Vorstellung Antrag Machbarkeitsstudie vom Blender Rat (Ralf Heinemann)
  2. Bewertung des Antrags durch die IG Blender See und unsere Aktivitäten bis Ende 2017 (Alle)
  3. Verschiedenes (Alle)

Protokoll:

zu 1. Begrüßung und Eröffnung der Versammlung durch Dieter Tank.

zu 2. Dieter Tank gibt eine kurze Zusammenfassung zum Treffen des, von der Samtgemeinde zusammengestellten, Arbeitskreises vom 15.09.2015. Zunächst wurde eine Zustandsbeschreibung nach dem Fischsterben von 2015 gegeben und anschließend verschiedene Optionen durchgesprochen.

  • Belüftung des Sees mittels entsprechender Technik
  • Durchfluss, wie auch immer erhöhen
  • Fällung etc.

Herr Schubert vom NLWKN berichtete, dass es ein Budget zur Seensanierung in Niedersachsen gibt, dass so kleine Seen wir der Blender See allerdings noch nie berücksichtigt wurden. Außerdem fehlen belastbare Daten zur Qualität des Grundwassers, das in den See drückt. Frau Reinke (Samtgemeinde Thedinghausen) möge bitte einen Antrag stellen.

Als Sofortmaßnahmen sollte der Bullershooper Graben einschließlich Verrohrung gereinigt werden (Andreas Meyer).

Die durch die IG erhobenen Analysen sind nicht angezweifelt worden.

Es besteht Einigkeit darüber, dass der See in einem erheblich besseren Zustand war als er noch durchflossen war und das Kappen des Durchflusses nie offiziell genehmigt wurde.

Das würde in der Konsequenz bedeuten, dass die Emte wieder angeschlossen werden müsste.

Die Förderrichtlinie für die nächste Förderperiode ist noch nicht verabschiedet. Sollte aber im November kommen (Anm. die Richtlinie ist Stand heute immer noch nicht veröffentlicht).

Frau Reinken wurde als zuständig für das Protokoll bestimmt und für dessen Verteilung. Das ist bis heute, trotz wiederholter Anmahnung von mehreren Seiten, nicht erfolgt.

Das Glühweintrinken im Dezember 2015 ist sehr gut angenommen worden und sollte 2016 unbedingt wiederholt werden.

Im März hatte Dieter Tank noch ein informelles Gespräch mit Bürgermeister Hesse und Frau Reinke zum Stand der Dinge und zum Antrag. Dieser Antrag ist nun durch das Büro KLS-Gewässerschutz aus Hamburg formuliert worden. Damit folgt man einer Empfehlung des NLWKN.

zu 3. Sanierung Blender See – Ralf Heinemann stellt die „Vorhabensbeschreibung für den Antrag auf Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Vorhaben der Seenentwicklung“ vor. Die Vorhabenbeschreibung mündet in eine Machbarkeitsstudie mit verschiedenen Lösungsmodellen und den damit verbundenen Kosten. Die Veröffentlichung des Antrages ist nicht vorgesehen. Im Wesentlichen findet sich im Punkt „Veranlassung“ eine zutreffende Zustandsbeschreibung des Blender Sees“. Fördergegenstand sind zu den vorhandenen Daten noch die Durchführung folgender Untersuchungen:

  • der Ermittlung des Grundwasserzu- und abstromes,
  • der Belastung des Grundwassers,
  • der Menge und Belastung der oberirdischen Zuflüsse,
  • der Nährstoff-bzw. Phosphorrücklösekapazität des Seesedimentes
  • und des limnologischen Zustand des Blender Sees

Ziel ist eine Wasser- und Nährstoffbilanzierung für den Blender See zu erstellen. Anhand der ermittelten Daten werden Kosten-Nutzen-Analysen empfohlener Maßnahmen abgeleitet. Im Antrag sind die bereits erhobenen Daten wertfrei enthalten, noch fehlende Untersuchungen sollen Aufgesattelt werden. Dafür sollen Fördermittel beantragt werden. In die bestehende Datensammlung eingeflossen sind die Ergebnisse der Planungsgruppe Grün bis 2012 und die Ergebnisse der IG Blender See. Der Fischereiverein hat eine Fischbestandsanalyse gemacht und ebenfalls eingebracht.

Bereits getätigte Maßnahmen sind ebenfalls berücksichtigt:

  • 2012 – Entschlammung des Waldgrabens und der Einbau eines Überlaufwerkes. Damit ist der Waldsee meistens vom Blender See abgetrennt.
  • 2013 – Zeitweilige Abtrennung des Bullershooper Grabens vom Blender See und Grundräumung des Grabens.
  • 2014 – Untersuchung der Drainagen auf den östlich an den See angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen.

Der neue Untersuchungszeitraum beträgt ein Jahr. Und wird somit nicht vor Dez. 2017 beendet sein. Der Untersuchungsumfang beläuft sich auf mindestens 5 Grundwasserpegel und 3 neue Probenstellen des Seewassers auf festgelegte Parameter. Die Untersuchung erfolgt 1x im Monat über 12 Monate, inkl. Beprobung nach Starkregenereignissen und Düngereinsatz. (Anm. Ina Gläßer: Wer ist Zuständig dem Hamburger Büro KLS mitzuteilen wann gedüngt wird und wann Starkregenereignisse gewesen sind?) Eine Limnologische Untersuchung des Sees soll auch noch Klarheit bringen über die biologische Seewasserqualität. Das Seesediment soll ebenfalls noch einmal in Mischproben untersucht werden. (Anm. Dieter Tank: Das hat Planungsgruppe Grün auch schon gemacht und dabei sind verzerrte Werte heraus gekommen. Um Klarheit zu bekommen, wo genau die Werte herkommen müssen die Einzelproben unbedingt aufbewahrt werden. Nur so kann man eventuelle punktuelle Belastungen ausfindig machen.)

Die Machbarkeitsstudie soll dann folgendes beinhalten:

  • Auswertung vorhandener und neuer Daten
  • Aufstellen einer Wasser- und Nährstoffbilanz
  • Maßnahmenempfehlungen und Kosten-Nutzenanalysen der Maßnahmen:
    • Anlage eines Bodenfilters für die Siedlungs-Oberflächenabwässer
    • Umleitung der Siedlungs-Oberflächenabwässer in den Blender Hauptgraben
    • Entschlammung des Blender Sees
    • Umleitung der Drainageabwässer aus den landwirtschaftlichen Flächen
    • Anlage von Uferrandstreifen
    • Wiederanbindung an ein Fließgewässer
    • Abtrennung der Badestelle
    • Maßnahmen am Fischbestand
    • Behandlung des Wasserkörpers

Die Genehmigung zur Förderung der Studie wurde noch nicht erteilt. Der Genehmigungsprozess läuft.

zu 4. Die Bewertung des Antrages durch die anwesenden Mitglieder des Blender Sees ist allgemein positiv. Es wird jedoch zu bedenken gegeben, dass der Fortgang der Studie überprüft werden muss, damit sich gestellt ist, dass dies die letzte und vor allem ergebnisbringende Studie ist, die in einen konkreten Maßnahmenbeschluss mündet. Dieter Tank und Ralf Heinemann stehen dafür nicht zur Verfügung. Andreas Meyer sagt, der Blender Gemeinderat wird das Thema kontinuierlich bei Ratssitzungen besprechen.

zu 5. Allgemein wird bedauert, dass nicht mehr jüngere Gemeindemitglieder zu den Versammlungen der IG kommen und sich in der IG engagieren, da diese doch ein großes Interesse am Erhalt des Sees auch für die eigene Kindergeneration haben müssten.

Die Informationsflüsse zwischen der Samtgemeindeverwaltung und Gemeinde und IG Blender See muss sich zwingend verbessern.

Sollte diese Studie scheitern, werden sich Dieter Tank und Ralf Heinemann aus der IG Bender See zurückziehen.

Nächstes Treffen soll das Glühweintrinken am Blender See sein, falls nicht vorher noch jemand ein Grillen oder ähnliches organisiert. Inhaltliche Treffen sind zunächst nicht geplant, da nun das Ergebnis des Antrages und, falls der bewilligt wird, die Studie abgewartet werden muss.

Dieter Tank schließt die Versammlung der IG Blender See.

 

Protokoll zur Mitgliederversammlung vom 10. August 2015

Zu Top 1:
Ralf Heinemann eröffnet die Unterstützerversammlung und stellt die Agenda kurz vor.

Zu Top 2:
Zur Dokumentation der Chronologie der Ereignisse in 2015 werden die Presseberichte seit Mai 2015 vorgestellt. (Alle Presseberichte sind hier zu finden http://blendersee.de/category/aktuelles/presse/).

Die Ratsbeschlüsse werden zusammengefasst vorgestellt:
• Zur Sanierung des Blender Sees gibt es noch kein schlüssiges Konzept
• Die Gemeinde hat im Augenblick kein Geld für eine Grundwasseruntersuchung
• Die Samtgemeinde hat die Sanierung des Blender Sees als Förderprojekt bei der NBank eingereicht (allerdings sind die neuen Förderrichtlinien noch nicht da)
• Vom Gemeinderat beschlossen wurde als Sofortmaßnahme: Räumung (nicht nur mähen) des Blender Hauptgrabens und des Bullershoper Grabes, entsprechende Anträge werden beim Träger der Gräben gestellt
• Zur Erstellung eines schlüssigen Konzeptes wird die AG Blender See sofort nach den Sommerferien die Arbeit aufnehmen. Beteiligt an der Arbeitsgruppe sind der Gemeinderat, die Samtgemeinde, der Landkreis, das NLWKN, die IG Blender See, der Fischereiverband, die Untere Wasserbehörde, die Miteigentümer

Zu Top 3:
Veröffentlichungen Internet/Presse/Blender Gemeindespiegel usw. werden künftig von Ina Gläßer übernommen bzw. koordiniert.

Zu Top 4:
Wahl unserer Vertreter in der Arbeitsgruppe Blender See der Gemeinde:
Hauptvertreter:

Dieter Tank
Ralf Heinemann
Stellvertreter:

Frank Schröder
Mario Hüneke
Ina Gläßer

Dieter Tank stellt die Frage mit welchem Mandat die Vertreter ausgestattet werden. Es herrscht Einigkeit darüber, dass das Strategiepapier aus 2014 (http://blendersee.de/wp-content/uploads/2014/03/Strategiepapier-Blender-See-2.pdf) als Grundlage dienen soll und die erste Arbeitsgruppensitzung der  Klärung der Positionen dienen soll.

Ein weiteres Ziel ist, dass die am See anliegenden Brunnen beprobt werden können und diese Ergebnisse auch von der Arbeitsgruppe anerkannt werden.

Zu Top 4:
Verschiedenes und gemeinsames Hoffen – Ratsmitglied Andreas Meyer stellt klar, dass der Zugang über den Bullershoper Graben (Rohrleitung) bis zum Herbst insoweit gereinigt sein wird, dass der Blender Hauptgraben durch den Graben in den Blender See abfließen kann. Er berichtet weiter, dass die Landwirte weitgehend einverstanden sind mit einer Anstauung des Blender Hauptgrabens. Der Rat ist dabei die erforderlichen schriftlichen Zustimmungen zusammenzutragen.

Darüber hinaus steht als oberstes Ziel, dass eine nachhaltige Lösung für den Blender See gefunden wird und idealerweise am Ende der Arbeit der Arbeitsgruppe ein förderfähiges Konzept steht.

Anwesend waren 22 Unterstützer der IG Blender See und Stephen Kraut vom Weser Kurier.

Protokoll der Ratssitzung vom 16. Juli 2015

Am Donnerstag, den 16.7.2015, war der Besprechungsraum im Feuerwehrhaus gut gefüllt mit engagierten und interessierten Blenderanern. Etwa 50 Gemeindemitglider waren zur Gemeinderatssitzung gekommen.
Hier nun die Zusammenfassung des Teils der Ratssitzung, der die Zukunft des Blender Sees behandelte:
• Der Blender See ist das älteste Naturschutzgebiet im Landkreis Verden
• Zur Sanierung des Blender Sees gibt es noch kein schlüssiges Konzept
• Die Gemeinde hat im Augenblick kein Geld für eine Grundwasseruntersuchung
• Die Samtgemeinde hat die Sanierung des Blender Sees als Förderprojekt bei der NBank eingereicht (allerdings sind die neuen Förderrichtlinien noch nicht da)
• Vom Gemeinderat beschlossen wurde als Sofortmaßnahme: Räumung (nicht nur mähen) des Blender Hauptgrabens und des Bullershoper Grabes, entsprechende Anträge werden beim Träger der Gräben gestellt
• Zur Erstellung eines schlüssigen Konzeptes wird die AG Blender See sofort nach den Sommerferien die Arbeit aufnehmen. Beteiligt an der Arbeitsgruppe sind der Gemeinderat, die Samtgemeinde, der Landkreis, das NLWKN, die IG Blender See, der Fischereiverband, die Untere Wasserbehörde, die Miteigentümer

In der Anlage finden Sie das vollständige Protokoll der Ratssitzung.protokoll_rat_blender_am_16.07.2015