Protokoll Meeting IG Blender See 27. Oktober 2014 + Ereignisse danach

Folgende Agenda wurde vorgestellt und durch einen Folienvortrag von Dieter Tank unterstützt. Neben ca. 25 Mitgliedern waren auch die beiden Fraktionsvorsitzenden Holger Haßfeld (SPD) und Fritz Suhr (CDU) anwesend .

TAGESORDNUNG

Aussprache über Ergebnisse der letzten beiden Ratssitzungen
Differenz zwischen unseren Vorschlägen und den Behördenvorschlägen
Vorschlag Hesse (designierter SGB) zur Grundwasserförderung
Was sind die nächsten Schritte ?
Was machen wir aus unserer IG Blender See ?
Verschiedenes und Vergessenes

EREIGNISSE DANACH

Termin am 10.12.2014 beim neuen Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse wegen Blender See

Besuch von Dieter Tank mit Gerhard Winter beim Mittelweserverband

Protokoll der Ratssitzung vom 16.09.2014

Protokoll der Ratssitzung vom 16.10.2014

Folienvortrag Dieter Tank

Vorschlag Harald Hesse

Beide Ratssitzungen wurde besprochen und als Ergbnis festgehalten, dass der Rat Blender fraktionsübergreifend zum jetzigen Zeitpunkt auch gegen eine totale Abschottung des Blender Sees votiert, und dem See auch zukünftig Wasser von außen zuführen möchte. Die Verwaltung in Thedinghausen wurde vom Rat beauftragt, erneut zu untersuchen, warum eine Zufuhr von Wasser, zumindest im Winter, vom Blender Hauptgraben in Seestedt über den Bullershoper Graben in den Blender See nicht möglich sein soll. In dem Zusammenhang soll auch festgestellt werden, was das damalige Genehmigungverfahren zu dem Sachverhalt in Seestedt an der Kreuzung sagt.

Dieter Tank analysierte den Vortrag der Herren Prante und Schuster vom NLWKN in Sulingen, in dem Herr Schuster noch einmal seinen Standpunkt begründete, den See wie einen Topf von jeglichem Wasserzufluß von außen zu trennen, da die mögliche Wasserzufuhr von aussen für eine Verbesserung des Wassers zu gering  sei. In einem Folienvortrag begründete er das unter anderem mit einem vor Jahren vom Büro Grün gemessenen Phosphorwert und den geforderten Belastungs-Höchstgrenzwerten. Die von der IG Blender See gemessenen Werte und die Bodenprofilanalyse waren nicht Bestandteil seines Vortrags.

Man muss wissen, dass Herr Schuster mit Zahlenwerten von Phosphor argumentiert, wir unsere Messungen mit Zahlenwerten von Phosphat angegeben haben. Da Phosphat neben dem Element Phosphor auch  Sauerstoffatome beinhaltet, ist das Gewicht je Milligramm (mg) Phosphat natürlich höher als Phosphor, oder anders ausgedrückt, 1 mg Phosphat entspricht ca. 0,33 mg Phosphor. Wenn Herr Schuster seine Argumente auf den geringeren Zahlenwerten von Phosphor aufbaut, sind die von uns gemessenen Phodphatwerte ca. 3 x so hoch, bei gleicher Wasserbelastung. Wer weiß das schon, und warum wird so agumentiert, obwohl unsere ermittelten Messergebnisse auch an das NLWKN weitergeleitet wurden? Wem ist das in der Ratssitzung überhaupt aufgefallen?

Wenn Grenzwerte in Phosphor angegeben, Messergebnisse aber in Phosphat gegenübergestellt werden, was Herr Schuster nicht getan hat, weil er unsere Messergebnisse nicht erwähnt hat, können die Belastungen des Blender Sees nur schlecht sein im Verhältnis zu den Grenzwerten. Dieter hat daher die von uns ermittelten Mittelwerte aller Proben in mg Phospat umgerechnet in mg Phosphor (siehe Folievortrag Dieter Tank Seite 5 – 8).

Alles weitere kann aus den Protokollen der Ratssitzungen entnommen werden.

Zur Ratssitzung am 16.09.2014 hat der heutige Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse einen interessanten Vorschlag in Form eines Memos eingebracht, der interessante Ansätze für die Zuführung von Wasser in den Blender See enthält. Es gilt jetzt, die Idee mit Herr Hesse und den betroffenen Behörden weiter zu verfolgen. Ein Gesprächstermin wurde zwischenzeitlich mit Herrn Hesse und dem Gemeindebürgermeister Rolf Thies für den 10. Dezember 2014 vereinbart.

Es folgte eine angeregte Diskussion darüber, was jetzt noch seitens der IG Blender See zu tun ist. Die grundlegenden Basisarbeiten über den jetzigen Status des Blender Sees sind gemacht. Weitere Messungen werden vorerst nicht mehr vorgenommen. Unser Sanierungsvorschlag liegen auf dem Tisch. Die Verwaltung wird Anfang nächsten  Jahres Grundwasserproben auf Belastungen hin untersuchen lassen. Wir müssen im Gespräch mit dem Rat Blender und der Verwaltung in Thedinghausen bleiben.

Unsere Erwartung ist es, dass im Jahr 2015 Massnahmen im Einklang mit unserem Sanierungsvorschlag von Verwaltung und Blender Rat getroffen werden. Eine weitere Berechtigung für die IG Blender See ist nur dann gegeben, wenn auch Massnahmen und Entscheidungen von den zuständigen und verantwortlichen Gremien umgesetzt werden.

Besuch beim Geschäftsführer des Mittelweserverband, Herrn Dipl.-Ing. Peter Neumann

Dieter Tank und Gerhard Winter, Verbandsvorsteher des Mittelweserverband, besuchten am 19.November 2014 Herrn Neumann in beim Mittelweserverband in Syke. In einem offenen und intensive Dialog wurde das Problem des Blender Sees diskutiert, und die Möglichkeit erörtert, das Wasser aus dem Blender Hauptgraben in den See zu pumpen. Auch wenn Herr Neumann nicht überzeugt ist, dass die Wassermenge ausreicht, um den See grundsätzlich zu verbessern, würde er einen Versuchsbetrieb. angelegt auf ca 5 Jahre zustimmen, um dann zu sehen, ob dies eine dauerhafte Verbesserung der Wasserqualität im See bringen würde. Vorraussetzung für die Durchführung ist ein Antrag der Gemeinde, die Klärung der Kosten, und die Zustimmung der entsprechenden Behörden des Landkreises.

Ralf Heinemann, Dieter Tank

 

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